MAGISCHES LEBENSELEXIR
Das Buch von Dave Hunter mit der 75jährigen Geschichte von Fender hat 2021 den Startschuß gegeben, jetzt folgen die Musikgötter, die alle sicher schon mal eine Fender in der Hand hatten: Ozzy Osbourne, Alice Cooper und Bruce Springsteen der sie ständig spielt. Sie alle feiern ihren 75. Geburtstag, Ozzy und Alice bereits den 76. Auf den Bühnen der Welt sind sie zu Hause, spielen nach wie vor große Tournee und spielen neue Alben ein. Erfolgreich ohne Ende und dennoch hatten alle ihre Tiefs, aber das gehört dazu. Heute sind alle drei so erfolgreich wie nie zuvor. Und jeder fragt sich: wie machen sie das? Dabei ist die Antwort ganz einfach: Sie leben Rock`n Roll!

Eine weitere Gemeinsamkeit aller drei Musiker, ist die Tatsache, dass sie glücklich verheiratet sind und keine Skandale hinsichtlich irgendwelcher Affären haben. Dafür gab es bei Ozzy und Alice ausreichend Drogenskandale, was dazu führte, dass beide einen Karriereknick erlitten. Aber auch diese haben sie überwunden, mit ihren Frauen zusammen und der Kraft die Rock`n Roll einfach in sich hat.

Bruce Springsteen entwickelte mit 10 seine Liebe zum Rock`n Roll. Er schwärmte für Elvis, die Stones und die Beatles und das sollte ihn auch nie loslassen. Bei Ozzy ging es nach Jahren als Schlechtverdiener und zuletzt als Dieb und Einbrecher erst nach vorne, als er mit 20 die Vorband von Black Sabbath gründete. Alice Cooper, damals noch als Vincent Furnier gründete mit 16 seine erste Band und coverte Beatles und Stones-Songs. Der Erfolg kam bei allen spät und war steinig.

Während Alice seine großen Erfolge solo in der 70er Glam-Ära feierte, startete Ozzy mit Black Sabbath durch und begann nach seinem Rauswurf 1979 mit seinen Solopfaden. Springsteen kämpfte sich durch die Clubs und brauchte 10 Jahre, um einen wirklichen Erfolg zu landen, das war „Born to run“ 1975. Parallel ging der Ruf um, dass Springsteens Shows die besten Live-Shows überhaupt waren und drei Stunden Minimum dauerten. Unvergessen so auch seine erste Show auf Berliner Boden, am 9. April 1981 im ICC für lockere 22DM. Von diesem Konzert gibt es einen großartigen 3LP Bootleg plus 7“, auf der der grandiose Konzertabschluss „Rockin all over the world“ enthalten ist. Ozzy fand den Weg nach Berlin am 26. Juni 1970, bei dem Kollege Andreas Werner dabei war und heute noch von der sagenumwobenen Nacht im Audimax der TU schwärmt. Kurz darauf kam dann Alice Cooper zu seinem Konzert in der Berliner Deutschlandhalle. Während mich meine Eltern nicht hingehen ließen, hatte Kollege Andy Koskovski das Glück und sah den Rockstar mit einer Schlange auf der Bühne, die er damals aus dem Berliner Aquarium geliehen bekam.

Mittlerweile habe ich alle drei Künstler live gesehen, über die letzten 45 Jahre meines Konzertlebens hinweg viele Male und nie gab es ein Konzert welches die Energie und die Atmosphäre, die von den Künstlern ausgeht, schwinden ließ. Sie sind die Säulen des Rock`n Roll und das hoffentlich noch viele Jahre lang.
Der Hannibal Verlag veröffentlicht jetzt zu allen drei Rockern je ein großartiges Buch, stark bebildert und gut recherchiert. Und wer das Fender Buch verpasst hat, der kann auch das noch in ausgesuchten Buchhandlungen finden.
